Vorsorgesparer

Egal wie alt Sie jetzt sind: Sie werden älter. Wir wissen, dass die staatliche Rente nicht mehr reichen wird. Dafür gibt es heutzutage eine Menge Möglichkeiten, selbst vorzusorgen. Warum diese nicht nutzen?

Sparen fürs Alter

Eine clevere Altersvorsorge steht auf drei Beinen: Zum einen auf der gesetzlichen Rente, dann auf der betrieblichen und zu guter Letzt auf der privaten Vorsorge. Da das erste Bein das wackligste ist, sollte man die anderen beiden stärken. Nicht, dass Sie umfallen!

Fondssparpläne

So können Sie sich auch mit kleinen Beträgen Ihre Altersvorsorge aufbauen: Fondssparpläne gibt’s schon ab 25 Euro. Sie streuen das Risiko auf viele Anlagen – und erzielen vor allem langfristig gute RenditenGlossarRenditeDie Rendite ist der tatsächliche Gesamtertrag einer Geldanlage in Bezug zu dem Betrag, den man investiert hat. Dabei werden zum Beispiel auch Kaufgebühren abgezogen.
. Kann im Alter zum Auszahlplan gemacht werden.

Private Rentenversicherung

Einfaches Prinzip: Sie zahlen einen bestimmten Betrag direkt oder in Raten ein. Ab einem festgelegten Zeitpunkt kriegen Sie lebenslang jeden Monat eine Rente. Über Riester-GlossarRiester-RenteMit der Riester-Rente sorgen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich zur gesetzlichen Rente privat fürs Alter vor. Sie wird staatlich gefördert in Form von Zulagen und Steuervorteilen.
oder Rürup-RenteGlossarRürup-RenteDie Rürup-Rente oder Basisrente ist eine private Rentenversicherung, die vom Staat steuerlich gefördert wird. Sie richtet sich vor allem an Selbstständige und Freiberufler, die nicht gesetzlich rentenversichert sind. 
kommt noch was vom Staat dazu.

Kapitallebensversicherung

Meist ein Mix aus Lebensversicherung und Kapitalbildung. Ihre Familie hat eine Absicherung, falls Ihnen was Schlimmes passiert. Und wenn nicht, kriegen Sie im Rentenalter eine größere Auszahlung.

Riester-Rente

Wenn Sie Arbeitnehmer sind und privat sparen, gibt der Staat etwas dazu. Riester-Renten gibt‘s als Versicherungen, Bank-, Fonds- oder Bausparpläne. Vor allem für jüngere Sparer eignet sich die fondsgebundene Variante. Für Selbstständige gibt es die Rürup-RenteGlossarRürup-RenteDie Rürup-Rente oder Basisrente ist eine private Rentenversicherung, die vom Staat steuerlich gefördert wird. Sie richtet sich vor allem an Selbstständige und Freiberufler, die nicht gesetzlich rentenversichert sind. 
– auch mit Fonds.

Betriebliche Altersvorsorge

Hier zahlen Ihr Chef und Sie ein. Der Staat fördert extra, weil Sie Ihre Vorsorge steuerlich absetzen können. Wenn Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, haben Sie Anspruch drauf. Investiert wird hier in Dinge wie Direktversicherung oder Pensionsfonds.


Schreckgespenst Steuer

Steuern machen vor keinem Halt. Nicht mal vor Rentnern. Sollten Sie später Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielen, werden Sie zur Kasse gebeten. Darum: Besser schlau machen und wissen, was auf einen zukommt.


Was Sie über Steuern vor der Rente wissen sollten!

  • Gesetzliche Rente: Selbst die gesetzliche Rente ist später zu versteuern. Wie hoch die Steuer ist, hängt davon ab, wie viel Sie verdienen und wann Sie in Ruhestand gehen. Wer beispielsweise ab diesem Jahr Rente bezieht, muss 60 Prozent davon versteuern. Klar gibt es hier auch einen Freibetrag: 8.004 Euro pro Jahr. Bis 2040 steigt der Steuersatz jährlich an.

  • Betriebliche Altersversorge: Während Sie arbeiten, wandert das Geld von Ihrem Gehalt steuerfrei in die Vorsorge. Im Ruhestand fallen Steuern an – meist aber weniger, als Sie im Berufsleben dafür gezahlt hätten, denn der Steuersatz verringert sich durch die niedrigen Einkünfte im Rentenalter.

  • Lebensversicherungen: Alle, die nach 2005 eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, müssen Steuern zahlen. Sie können in der Regel die Hälfte der Erträge steuerfrei bekommen. Dafür müssen Sie mindestens 12 Jahre lang einzahlen und sich die Summe erst ab Ihrem 60. Lebensjahr auszahlen lassen. Der Rest wird zum persönlichen Steuersatz versteuert.

  • Riester- und Rürup-Rente: Auch hier kein Unterschied: Wenn die Rente ausbezahlt wird, fallen Steuern nach dem persönlichen Steuersatz an – während des Sparens jedoch nicht! Die Rürup-Rente wird steuerlich so behandelt wie die gesetzliche Rente.

  • Private Rentenversicherung: Private lebenslange Renten besteuert der Staat ebenso. Dabei werden die Erträge aus den laufenden Renten bemessen. Wie hoch der Ertragsanteil ist, legt der Staat fest. Wichtige Faustregel: Je später Sie in die Rente gehen, desto weniger Steuern zahlen Sie.

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Hab ich denn noch Einfluss auf meine Sparprodukte?

Altersvorsorge hört sich langwierig an. Ist es auch. Da stellt sich die Frage, inwiefern Sie auf Ihr Sparprodukt Einfluss haben. Bei privaten Renten- und Lebensversicherungen ist das schwierig. Die haben eine lange Laufzeit und sind nicht so flexibel, dafür aber sehr sicher. Mit Fonds sind Sie da schon freier, können mal mehr oder weniger einzahlen. Fondsgebundene Versicherungen verbinden Versicherung und FondssparplanGlossarFondssparplanBei einem Fondssparplan kauft man regelmäßig Anteile an einem bestimmten Fonds. Für wie viel Geld, entscheidet der Sparer selbst. Er kann den Betrag auch jederzeit reduzieren, erhöhen oder ganz aussetzen.
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Fazit:

Altersvorsorge heißt nicht gleich, dass Sie sich stur festlegen! Fondssparpläne passen sich Ihrem Leben an.

Wie viel Geld brauche ich im Alter?

Ok, die gesetzliche Rente ist sicher, reicht aber nicht!

Wer im Alter gut leben will, braucht 80 Prozent des letzten Nettogehalts. Wie viel Geld Sie zusätzlich brauchen, können Sie ausrechnen.