Das war der Weltfondstag 2013
Im Zentrum der Aktivitäten am zweiten Weltfondstag stand das Thema Finanzbildung. Eine europaweite Umfrage im Auftrag der Initiative „Investmentfonds. Nur für alle.“ belegt große Lücken im Finanzwissen breiter Schichten.
Mit zahlreichen Aktionen ging die Branche deshalb am 19. April in die Aufklärungs-Offensive: Mehr als 280 Schulen in Deutschland nahmen das Angebot der Schwester-Aktion „Hoch im Kus“ wahr, anlässlich des Weltfondstags mit Experten aus der Fondsbranche im Unterricht über Themen wie Altersvorsorge, Schuldenkrise und Geldmanagement zu diskutieren.
Fondsanbieter und Sparer im Dialog
Auch Regionalmedien nutzten den Weltfondstag zur Aufklärung in Sachen Finanzen: Über Service-Telefone konnten Leser im Vorfeld gezielt Fragen rund um das Thema Sparen und Geldanlage an Finanzexperten des Fondsverbands BVI richten.
Und am Frankfurter Flughafen begrüßte das Sparmäleon – der Botschafter des Weltfondstags – die Reisenden und machte Passanten mit Informationen und einem Gewinnspiel „Fit für Fonds“.
Im zweiten Jahr seines Bestehens ist der Weltfondstag außerdem über die Landesgrenzen hinaus gewachsen. Mit Verbraucheraufklärung und besonderen Beratungsangeboten wurde der Tag zum ersten Mal auch zwischen Bregenz und Wien begangen.
So konnte der Weltfondstag einen wichtigen Beitrag zur Finanzbildung leisten und Anlegern die Vorzüge des Sparens mit Investmentfonds nahe bringen. Denn kein anderes Sparprodukt ist so flexibel und vielfältig. Und so kommentierte auch das Handelsblatt: „Dem Sparmäleon als Symbol für Fonds sollten Anleger eine Chance geben.“
1744
19. April – Adriaan van Ketwich wird in Amsterdam geboren. 1774 gründet der Kaufmann den ersten Investmentfonds namens „Eintracht macht stark“. Er bündelt das Geld vieler Sparer und verteilt es auf verschiedene Anlagen.
1776
Der zweite Investmentfonds überhaupt ist der ebenfalls niederländische Fonds „Voordelig en Voorsigtig“ – zu Deutsch „Vorteilhaft und vorsichtig“: Auch er setzt auf viele Anlagen und streut so das Risiko.
1860
Die erste Fondsgesellschaft wird in Schottland gegründet: die Scottish American Investment Company. Die Gesellschaft gibt es noch heute. In den 1880er Jahren folgen englische Investment Trusts.
1923
Dr. Hermann Zickert gründet in Königswusterhausen bei Berlin den Zickert´schen Kapitalverein, den ersten deutschen Vorläufer eines modernen Fonds. 1930 entsteht hieraus der Deutsche Investmentverein.
1929
Der erste Investmentfonds, der sich selbst als solcher bezeichnet, geht an den Start: In den USA können Sparer in den Shaw-Loomis-Sayles Fonds investieren.
1950
18. August - Deutsche Sparer können ab jetzt auf Investmentfonds setzen: Der erste deutsche Investmentfonds ist der „Fondra“. Fazit nach mehr als 60 Jahren: durchschnittlich 8,5 Prozent Plus pro Jahr.
1957
16. April - Schutz für Sparer: Das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) tritt in Kraft. Es hilft, die Fonds-Anleger zu schützen und den Investmentmarkt zu beaufsichtigen.
1958
8. November - Mit dem „Thesaurus“ wird der erste thesaurierende Fonds aufgelegt. Gewinne verbleiben im Fonds – das hilft Sparern, den Zinseszinseffekt auszunutzen.
1967
In Etappen zum Ziel: Sparer können ab jetzt auch mit Fonds-Sparplänen vorsorgen. So können sie in kleinen Schritten mit Investmentfonds ein Finanzpolster zusammensparen.
1983
Arbeitnehmer können jetzt auch mit Investmentfonds vermögenswirksame Leistungen nutzen – und so ein Vermögen aufbauen.
2002
1. Januar - Mit der Riester-Rente geht eine staatlich geförderte, private Altersvorsorge an den Start. Bis 2011 steigt die Zahl der geförderten Investmentfonds-Sparpläne auf fast 3 Millionen.
2009
31. Dezember - Die Sparer in Deutschland haben rund 805 Milliarden Euro in Investmentfonds investiert. Damit haben sie mehr Geld in Fonds als auf dem Sparbuch.
2012
19. April - Die Initiative „Investmentfonds. Nur für alle.“ ruft den Weltfondstag ins Leben. Damit schafft sie einen konkreten Gesprächsanlass, um sich über Fonds schlau zu machen. Das Thema 2012: Flexibilität.

