Was macht mein Fonds?

Sie haben einen Fonds gekauft – damit ist für Sie die Arbeit fast getan. Ihr Geld ist bei erfahrenen Fondsmanagern in besten Händen. Die kümmern sich nun für Sie darum, dass mehr daraus wird. Ein paar Dinge gibt es aber dennoch zu beachten.

Den eigenen Kopf austricksen

Sie blicken in Ihr Depot und denken sich: Warum kaufe ich häufig, wenn die Kurse am höchsten sind? Und weshalb verkaufe ich Fonds, wenn die Kurse unten sind? Aber: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

4 Tricks, mit denen Sie sich selbst überlisten

  • Das wohl häufigste Verhaltensmuster bei Anlegern ist der Verkauf erfolgreicher Fonds. Klar: Sieht man, dass der Kurs zugelegt hat, will man den Gewinn einfahren, bevor der Kurs wieder sinkt. Aber: Bleiben Sie locker! Wenn die Prognosen gut sind, gibt es keinen Grund, sich von seiner langfristigen Anlagestrategie zu verabschieden. Unterm Strich kann so der Gewinn höher ausfallen.

  • Viele Anleger wollen zumindest zu dem Kurs verkaufen, zu dem sie gekauft haben. Logisch! Aber: Ist Ihr Fonds zu stark gefallen, zum Beispiel um 50 Prozent, muss er danach seinen Wert verdoppeln. Ist es realistisch, dass Ihr Fonds das in absehbarer Zeit schafft? Tipp: Prüfen Sie, wie viel Zeit noch bleibt, um den Verlust auszugleichen. Wenn nicht: Trennen Sie sich!

  • In Geldsachen ist der Mensch nicht immer objektiv. Wenn Sie von einem Fonds überzeugt sind, suchen Sie unbewusst nach Informationen, die Ihre Meinung bestätigen. Nicht selten setzt sich die erste Einschätzung fest und bestimmt die weitere Wahrnehmung. Heiße Tipps können da verführerisch sein. Klüger ist man leider erst hinterher. Tipp: Finden Sie Gegenargumente! Wer gezielt nach anderen Meinungen sucht, reflektiert seine Anlageentscheidung noch einmal.

  • Um erfolgreich anzulegen, hilft oft nur eins: die eigene Psyche auszutricksen. Entwickeln Sie am besten eine langfristige Anlagestrategie. Wenn Sie sich feste Ziele setzen, müssen Sie nicht täglich die Kurse verfolgen. Das könnte Sie reizen, aktiv zu werden. Lassen Sie Ihre Anlage über Jahre laufen und lehnen Sie sich zurück. Langfristig kann man mit Fonds fast nur gewinnen.

prev next

Tipps für Fondsbesitzer

Behalten Sie Ihren Fonds im Blick. Dafür müssen Sie nicht jeden Tag in Ihr Depot schauen. Um Ihr Sparziel zu erreichen, empfehlen wir Ihnen Folgendes:

Ziele definieren

Welchen Kurs möchten Sie erreichen? Machen Sie sich klar, wohin die Reise gehen soll.

Freibeträge beachten

Wenn Ihre Erträge aus Kapitalanlagen die Grenze des Sparerpauschbetrags von 801 Euro nicht überschreiten, Sie einen Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung haben, zahlen Sie dafür keine Steuern. Also: Stellen Sie einen Freistellungsauftrag, dann entgehen Ihnen keine Zinsvorteile!

Post aufbewahren

Korrespondenz mit Ihrer Fondsgesellschaft oder Ihrer Bank sollten Sie gut aufheben, vor allem die Bescheinigung über Erträge, die brauchen Sie eventuell noch für die Steuer.

Verluste begrenzen

Setzen Sie sich eine persönliche Verlustgrenze. Ist diese erreicht, überlegen Sie, ob Sie verkaufen oder ob Aussicht auf Kurserholung besteht.

Kaufkurs merken

Ob Sie mit Ihrem Fonds gewinnen oder verlieren, sehen Sie nur im Vergleich Ihrer Anlagesumme abzüglich der Kosten. Also: Kaufabrechnung aufheben!

Regelmäßiger Depotcheck

Mindestens einmal jährlich sollten Sie in Ihr Depot schauen. Vor allem, wenn sich Ihre Lebenssituation ändert!

Fazit:

Mit diesen sechs Regeln sind Sie auf einem guten Weg, sich ein Vermögen mit Fonds aufzubauen.


Finanzen: So geht's

Finanzen: So geht's

Sinnvoll sparen, aber wie? Wie ist das mit Riester? Was hat‘s mit Steuern auf sich? Aktuelle Tipps rund um Finanzen und Geldanlage.