Fonds-Arten
Trotz der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten kann man Fonds in acht Kategorien einordnen. Welche es da gibt und welche vor allem für Sie die Richtige ist, finden Sie hier heraus.
Fonds ist nicht gleich Fonds
Klar, jeder Fonds ist einzigartig. Aber es gibt Grundtypen, die man unterscheiden kann. Da gibt es die Sicherheitsorientierten, die Mutigen, die Alleskönner und so weiter. Schauen Sie sich doch mal ein paar Beispiele an.
Was in Fonds so alles stecken kann
Einen Fonds beschreibt man über die Anlagen, in die er investiert. Diese Einordnung finden Sie in jedem Verkaufsprospekt, in den Fondslisten der Tageszeitungen oder im Internet. Überall werden Fonds in Kategorien gesteckt. Aber was bedeuten diese Fondsarten denn genau? Und welche ist für Sie am besten?
Neun Fondskategorien
Aktienfonds: Hier wird schwerpunktmäßig in Aktien investiert. Über den Fonds kaufen Sie also Unternehmensanteile. Aktienfonds lassen sich nach Anlageschwerpunkt unterteilen: nach Branche, Land oder Region. Sie haben meist ein größeres Risiko als Renten- oder Immobilienfonds, in der Regel aber auch die Chance auf höhere Renditen. Aktien sind Sachwerte: Sie halten der Geldentwertung stand. Aktienfonds eignen sich besonders für die langfristige Vorsorge.
Rentenfonds: Sie investieren überwiegend in verzinsliche Wertpapiere. Das sind zum Beispiel Staatsanleihen, Bundesschatzbriefe oder Unternehmensanleihen. Der Wert von Rentenfonds kann stärker schwanken als der von Geldmarkt- oder Immobilienfonds. Im Vergleich zu Aktienfonds haben Rentenfonds in der Regel ein geringeres Risiko und erzielen meist mittlere Renditen.
Geldmarktfonds: Wie der Name nahe legt, investieren diese Fonds am Geldmarkt – in Festgelder, festverzinsliche Wertpapiere oder Bankguthaben. Geldmarktfonds eignen sich hervorragend für kurzfristige Anlagen. Der Kurs schwankt in der Regel kaum.
Mischfonds: Hier werden Anlageformen gemischt – aber mit Sinn und Verstand! Mischfonds können in Aktien, verzinsliche Wertpapiere und in Immobilien investieren – je nach Ausrichtung und Vertragsbedingungen des Fonds. Diese Fonds sind klasse, wenn Sie eine ausgewogene Mischung suchen, die das Risiko sehr gut streuen kann und Sie meist trotzdem am Aktienmarkt mitmischen lässt. Das Chancen-Risiko-Profil liegt zwischen Aktien- und Rentenfonds.
Garantiefonds oder wertgesicherte Fonds: Das sind sind Investmentfonds, bei denen Sparer eine bestimmte Garantie erhalten. Sinn der seit Mitte der 1980er Jahre bestehenden Garantiefonds war es ursprünglich, dem Anleger eine Kapital-zurück-Garantie mit der Aussicht auf eine gewisse Wertentwicklung zu bieten. Voraussetzung dafür: ein vergleichsweise langer Anlagezeitraum.
Offene Immobilienfonds: Sie investieren in Grundstücke und Gewerbeimmobilien wie Büros, Einkaufszentren und Hotels. Zur Wertentwicklung tragen Mieteinnahmen und Wertsteigerungen der Immobilien bei. Da die Mietpreise meist mit der Kaufkraftentwicklung Schritt halten, können diese Fonds vor der Geldentwertung schützen. Offene Immobilienfonds unterliegen in der Regel keinen starken Kursschwankungen. Sie sind vor allem für langfristige Anlagen sinnvoll.
Dachfonds: Sie investieren in andere Investmentfonds. Sparer stecken ihr Geld also über einen Fonds in mehrere andere Einzelfonds. Das bietet doppelte Risikostreuung. Dachfonds ermöglichen eine standardisierte Vermögensverwaltung schon für geringe Beträge.
Lebenszyklusfonds (auch Zielsparfonds): Hier arbeitet der Fonds auf ein festes, langfristiges Zieldatum hin. Zunächst hat der Fonds einen relativ großen Anteil an Aktien: Schwanken die Kurse, ist noch Zeit, kurzfristige Verluste auszugleichen. Gegen Ende der Laufzeit verlegt der Fonds seinen Schwerpunkt dann auf schwankungsärmere Anlagen wie verzinsliche Wertpapiere oder Geldmarktpapiere.
Indexfonds: Diese Fonds bilden einen Index nach, etwa den Deutschen Aktienindex DAX®, TecDAX® oder den EuroStoxx 50®. Indexfonds sind relativ preiswert. Denn der Anbieter muss dafür keine Firmen oder andere Anlagen begutachten und nicht jeden Winkel des Marktes ständig im Auge behalten. Indexfonds sind das Richtige, wenn Sie den Wert Ihrer Anlage an einen Index koppeln wollen. Aber Sie verzichten auf die Chancen, die ein Fondsmanager bei aktiv gemanagten Fonds nutzen kann.

