Fonds-Marktplatz
Fonds gibt es zwar nicht im Supermarkt an der Ecke, aber man kommt trotzdem einfach an sie ran. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Fonds bekommen und worauf Sie achten sollten.
Viele Wege führen zum Fonds
Fonds können Sie über viele Wege bekommen: bei Ihrer Bank, Sparkasse oder einem freien Fondsvermittler. Direkt bei der Fondsgesellschaft oder über die Börse. Viele Wege führen vom Fonds in Ihr DepotGlossarDepotWas das Konto für das Geld, ist das Depot für Wertpapiere. Die Bank bewahrt sie dort gegen eine Gebühr auf.
, wo die Anteile gelagert werden. Es kommt darauf an, worauf Sie Wert legen: Gute Beratung? Niedrige Kosten? Große Auswahl? Für alle Fondskäufer gibt es den passenden Fondsverkäufer. Entscheiden Sie selbst!
Fünf Orte, an denen Sie Fonds bekommen
Hausbank: Sie bringt die meisten Fonds an den Mann. Manche Banken beziehungsweise Sparkassen bieten gerne hauseigene Fonds an. Auf Nachfrage kriegen Sie aber auch Fonds von anderen Anbietern. Ob Sie einen Rabatt beim Fondskauf erhalten, müssen Sie fragen.
Freier Fondsvermittler: Sie sind meist die Günstigsten, weil sie hohe Rabatte auf den Ausgabeaufschlag anbieten oder gar keinen Aufschlag verlangen. Aber bedenken Sie: Wählen Sie Fonds nach ihrer Qualität aus, nicht nach dem Rabatt!
Fondsgesellschaft: Sie bietet kaum oder keine Beratung an, ganz einfach, weil das nicht ihr Geschäft ist. Wenn Sie sich aber schon für einen konkreten Fonds entschieden haben, können Sie hier die Vermittlungskosten sparen, die sonst überall anfallen.
An der Börse: Hier kann man auch Fonds direkt kaufen. Der Ausgabeaufschlag fällt in diesem Fall weg, aber dafür gibt es andere Kosten.
Discountbroker/Direktbanken: Hier sparen Sie an der Beratung – bekommen dafür Rabatte und zahlen nur moderate oder gar keine Depotgebühren. Der Kontakt läuft rein über Telefon, Internet und Fax. Wer sich bereits für einen Fonds entschieden hat, kann hier Geld sparen.
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Fragen kostet nichts
Was bietet Ihr Fonds? Was kostet er? Bevor Sie den Fondskauf unterschreiben, sollten Sie mit Ihrem Berater diese und weitere Fragen unbedingt klären.
Gut beraten: So geht‘s
Gespräche mit dem Finanzberater – das hört sich sehr unspannend an, ist aber sehr sinnvoll! Um das Gespräch so effektiv wie möglich zu gestalten, sollten Sie sich vorbereiten. Wenn Sie wissen, worauf es beim Beratungsgespräch ankommt, steigen Ihre Chancen, gleich die passende Anlageempfehlung zu finden. Und sich so weitere Gespräche zu ersparen.
Kann ich mir den Berater nicht sparen? Warum brauche ich den überhaupt?
Nun, nur Personen kann man persönliche Fragen stellen – und wenn nötig, noch einmal nachfragen. Der Berater weiß, wie er sinnvolle Anlageprodukte für Sie herausfindet. Also ideale Fonds für Ihre Lebenssituation und die Aspekte, die Ihnen wichtig erscheinen. Eine Fachzeitschrift oder Ratingagentur kann das nicht leisten!
Wie oft sollte ich mit meinem Finanzberater über meine Fondsanlage sprechen?
Mindestens einmal im Jahr die Finanzen durchchecken zu lassen, das ist schon sinnvoll. Denn vielleicht hat sich ja bei Ihnen etwas verändert. Dann sollte die neue Empfehlung Ihre Anlagen sinnvoll ergänzen. Reden Sie auch mit dem Berater, wenn Sie unzufrieden sind oder bevor Sie zu einem anderen Fonds wechseln. Ständiges Wechseln kostet nämlich in der Regel Geld.
Soll ich jemanden zum Gespräch mitnehmen? Und wer soll es am besten sein?
Natürlich kann Sie auch ein Familienmitglied oder ein guter Freund begleiten. Es sollte jemand sein, dem Sie vertrauen und der sowohl Ihre aktuelle Lebenssituation als auch Ihre Zukunftspläne kennt. Er kann dann mit Ihnen darüber sprechen, ob das Angebot des Beraters tatsächlich zu Ihnen passt.
Wie kann ich mir sicher sein, dass mir der Berater ein für mich passendes Produkt empfiehlt?
Für Berater in Banken und Sparkassen gelten viele neue Regelungen. So muss der Berater im Beratungsprotokoll alle wichtigen Punkte festhalten – etwa Ihre jetzige Anlagesituation, das empfohlene Produkt, warum es empfohlen wird und wie hoch das Risiko ist. Prüfen Sie, ob Sie mit den Angaben im Protokoll einverstanden sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem Honorarberater und einem „normalen“ Finanzberater?
Die meisten Finanzberater erhalten eine Provision, wenn Sie ein Anlageprodukt bei ihnen kaufen. Wie hoch sie ist, hängt vom Produkt ab. Es gibt aber auch Berater, die ein Honorar verlangen. Honorarberater bekommen ihr Geld unabhängig davon, ob Sie anschließend tatsächlich ein Produkt kaufen und um welches Produkt es sich handelt.

