Fonds-Beratung
Machen Sie sich schlau! Das hilft bei der Entscheidung. Wo? Zum Beispiel bei Ihrer Hausbank, bei unabhängigen Beratern oder Verbraucherzentralen. Auch Ratingagenturen geben durch ihre Bewertung Entscheidungshilfe.
Der menschliche Faktor: Ihr Berater

Niemand kennt Sie besser als Sie selbst! Aber ein wenig Hilfe ist manchmal ganz gut. Ein Berater unterstützt Sie dabei, sich zwischen den tausenden Fonds zurechtzufinden. So hilft er Ihnen bei Ihrer Auswahl.
Mit den richtigen Fragen zum richtigen Fonds
Am besten vereinbaren Sie einen Termin, damit sich der Berater genügend Zeit für Sie nehmen kann. Ein guter Berater nennt Ihnen alle Vor- und Nachteile eines Produkts und geht auch auf Ihre Ängste ein. Macht er Ihnen von Anfang an nur einen konkreten Fonds schmackhaft, bleiben Sie wachsam!
Fünf Fondsfakten
Rendite p.a. ist der tatsächliche jährliche Ertrag Ihres eingesetzten Betrags. Die Rendite berechnet sich aus den Erträgen, die ein Fonds einnimmt – wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne. Kursveränderungen der Werte werden eingerechnet. Die Nettorendite ist dann das, was unterm Strich bleibt, wenn man alle anfallenden Kosten abzieht.
Das Auflegungsdatum ist der Zeitpunkt, an dem der Fonds das „Licht der Welt“ erblickt. Von der Fondsidee bis zum Verkauf vergehen oft Monate. Je länger ein Fonds schon läuft, desto klarer können Sie sehen, ob das Fondsmanagement einen guten Job macht.
Die Benchmark ist die Messlatte. Die meisten Fonds werden an Indizes gemessen, die alle Werte zum Beispiel eines Landes oder einer Region zusammenfassen. Zum Beispiel der Deutsche Aktienindex DAX: Der spiegelt die Entwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen wider. Aktiv gemanagte Fonds versuchen, besser als ihr Vergleichsindex abzuschneiden. Passiv gemanagte Fonds bleiben auf Index-Niveau.
Noch so ein Wort: Volatilität. Das ist eine Kennzahl für die Wertschwankungen, die so ein Fonds erlebt. Ist die Volatilität hoch, heißt das, dass der Fonds stark im Wert schwankt. Ihnen sagt das, dass Verlustrisiko und Gewinnchancen hoch sind. Bei einem Fonds mit niedriger Volatilität ist es umgekehrt.
Risiko-Rendite-Klassen beschreiben, wie sicher ein Fonds ist im Verhältnis zu seinen Ertragsmöglichkeiten. Das ist eine prima Orientierungshilfe, um nicht ins kalte Wasser zu springen. Fonds werden in verschiedene Klassen eingestuft. Niedrig eingestufte Fonds investieren etwa in Geldmarktpapiere. Höher eingestufte Fonds zum Beispiel in Aktien aus Schwellenländern. Bedenken Sie: höhere Gewinnchancen = höheres Risiko.
Das Beratungsprotokoll
Bei Banken und Sparkassen haben Sie nach einem Beratungsgespräch Anspruch auf ein Protokoll. Bei Finanzberatern ist das unterschiedlich geregelt. Im Protokoll steht, was Ihre Ausgangssituation ist und was Ihnen der Berater empfiehlt. Vergleichen Sie Ihre unterschiedlichen Beratungsgespräche anhand der Protokolle.
Das steht im Protokoll
Darin sind alle wichtigen Gesprächsinhalte festgehalten. Neben Dauer und Anlass der Beratung auch Ihre finanziellen Situation, Ziele und Anlegererfahrung. Was Ihnen empfohlen wurde und, ganz wichtig, warum. Eine super Entscheidungsgrundlage!
Drauf bestehen, dass drin steht, was Ihnen wichtig ist!
Das Protokoll müssen Sie nicht unterschreiben!
Unterschreiben Sie keine Verträge beim ersten Beratungsgespräch!
Fazit:
Das Beratungsprotokoll ist eine hilfreiche Landkarte auf Ihrem Weg zum passenden Fonds. Lassen Sie es sich mitgeben. So können Sie alles zu Hause noch mal durchdenken.
Verbraucherzentralen
In allen Bundesländern gibt es Verbraucherzentralen mit insgesamt rund 200 Beratungsstellen. Dort finden Sie Infos zur Geldanlage – auch zu Fonds. Sie sind unabhängig, gemeinnützig und geben neutrale Infos.
Ratings
Die meisten Fonds werden bewertet. Man nennt das: Rating. Dabei achten Agenturen wie Morningstar, Standard & Poor's und Fitch nicht nur auf die Wertentwicklung. Je nach Agentur gibt es zwischen einem und fünf Sternen (am besten) oder Gruppen von A (sehr gut) bis E.
Fachzeitschriften
Ob Print oder online: Zum Thema Finanzen wird viel geschrieben. Finanzredakteure beschäftigen sich ausführlich mit Anlageprodukten wie Fonds und können daher gute Tipps geben. Für Anfänger wie für Profis gibt’s eine große Auswahl.

